Die Geschichte des Council.

Was ist ein Council-Redekreis?

"Die Tradition des Council reicht sehr weit zurück. Besonders auf dem amerikanischen Kontinent kann sie bis in die Zeit der dortigen Ureinwohnern wie Irokesen und Pueblo-Völkern zurückverfolgt werden. Aber auch in der Hawaiianischen Kultur, in den Schriften des klassischen Griechenland und im Islam sind Hinweise auf Redekreise zu finden. Auch bei den Quäkern finden sich Strukturen, die den Council-Redekreisen sehr ähnlich sind. Begleitend zu diesen Zusammenkünften wurden oft spezielle Rituale durchgeführt. Es gab damals und gibt heute Bedenken, wenn diese rituellen Abläufe in die modernen Kulturen der Anwender übertragen werden, dass aus den heiligen Ritualen von damals keine sinnlose Folklore entsteht.

 

Der "Ojai Foundation" ist es seit über 30 Jahren sehr gut gelungen, diesem Anspruch gerecht zu werden. Sie vermitteln eine heilige/spirituelle Praxis so, dass sich auch skeptische Menschen bezüglich Spiritualität,  in den Council-Redekreisen trotzdem gut aufgehoben fühlen. 

In einem Council-Redekreis ist das Zuhören das Eingangstor zur guten Kommunikation. Es wird nicht nur mit den Ohren gehört, sondern auch mit dem Herzen; mit voller Achtsamkeit. Die Teilnahme an einem Redekreis lehrt uns, persönliche Erwartungen loszulassen und unsere Aufmerksamkeit ganz und gar dem Anderen zu schenken. Diese Übung fördert anteilnehmende Resonanz und ist eine immerwährende Quelle der Weisheit. Anteilnahme entsteht ganz natürlich, wenn wir respektvoll zuhören und wenn wir uns ehrlich und aus dem Herzen heraus ausdrücken. 

Die einfachste Form eines Council-Redekreises ist dass Zusammensitzen im Kreis, entweder auf dem Boden oder auf Stühlen. Die Kreismitte ist meist liebevoll gestaltet. Es sind verschiedene Redegegenstände vorhanden, damit jeder Teilnehmer eine Auswahl treffen kann. Außerdem Blumen, Kerze und evtl eine Klangschale. In der ersten kurzen Einführungsrunde werden Eckdaten bekanntgegeben, wie zB Länge jedes Beitrages, Thema, Regeln usw. Gegebenenfalls können die momentanen Befindlichkeiten schon zu einer ersten Runde einladen. Nur der, der seinen Redegegenstand in der Hand hält, hat das Rederecht. Die anderen Teilnehmer hören aufmerksam zu, ohne dazwischen zu Reden in Form eines Einwandes, Kritik oder Rechtfertigung. Wenn der Redner zum Ende seines Beitrages gekommen ist, reicht er den Redegegenstand an seinen Sitznachbarn weiter. Die Leiterin fasst am Ende der Runde das Gesagte zusammen".

Zitat aus: "Der große Rat" von Jack Zimmermann und Virginia Coyle.